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Verhalten beim Bewerbungsgespräch

Auch für das Verhalten während des Bewerbungsgesprächs gibt es klare Regeln, die über Erfolg oder Misserfolg eines solchen Interviews entscheiden können. Die nonverbale Kommunikation sowie gute Manieren sind ein wichtiger Indikator für den Personalchef. Daher sollten Sie folgende Regeln auf jeden Fall einhalten:

  1. Pünktlich erscheinen
    Sie sollten weder viel zu früh noch minimal zu spät zum Vorstellungsgespräch kommen. Die „akademische Viertelstunde“ gilt nicht für diesen wichtigen Termin. Zumal Ihre Pünktlichkeit auch auf Ihre Einstellung zur Arbeit schließen lässt.
  2. Begrüßung
    Begrüßen Sie Ihren Gesprächspartner in jedem Fall mit einem Lächeln und einem freundlichen Händedruck. Stehen Sie dabei aufrecht und wenden Sie sich dem Gesprächspartner zu.
  3. Persönliche Anrede
    Merken Sie sich in jedem Fall den Namen des Gesprächspartners. Nennen Sie den Namen immer wieder während des Gesprächs.
  4. Kommunikationsregeln einhalten
    Der Personalchef beginnt mit dem Gespräch. Sie sollten aufmerksam zuhören und ihm in keinem Fall ins Wort fallen. Wenn Sie antworten, nehmen Sie sich ruhig Zeit für die Antwort. Sprechen Sie sicher, ruhig und deutlich.
  1. Nonverbale Kommunikation
    Die nonverbale Kommunikation verrät sehr viel über den Gesprächspartner. Die Art, wie die Hände bewegt werden, ob Augenkontakt hergestellt und gehalten wird und auch die Sitzposition sind Indikatoren für das Verhalten eines Menschen. Dies gilt vor allem auch in der Extremsituation Vorstellungsgespräch.


    Versuchen Sie daher, so offen wie möglich auf Ihren Gesprächspartner zuzugehen. Sitzen Sie aufrecht und lächeln Sie. Versuchen Sie, Ihren Worten mit passenden Gesten mehr Kraft zu verleihen. Auch der Klang Ihrer Sprache verrät dem Personalchef viel. Daher sollten Sie ruhig und leise und vor allem sehr deutlich und langsam reden.

Auf jeden Fall sollten Sie eine vollständige Bewerbungsmappe mit sich führen, wenn Sie zu einem Bewerbungsgespräch gehen. Als kleiner Test ist es oft üblich, dass der Personalchef Ihre Unterlagen „nicht zur Hand“ hat. Ein Pluspunkt, wenn Sie dann aushelfen können. Sie zeigen damit Motivation und vor allem Weitsicht.

Wenn Sie sich unsicher fühlen, wie Sie auf andere Menschen wirken, können Sie das Vorstellungsgespräch üben und hinterher bewerten lassen. Oftmals bemerken andere Menschen Schwächen rechtzeitig, die man selbst an sich nicht wahrnimmt.

Kleidung Bewerbungsgespräch

Kleidung beim Bewerbungsgespräch:

Die korrekte Kleidung nimmt bei einem Bewerbungsgespräch zentrale Rollen ein. Eine unpassende Erscheinung kann sich negativ auf das Urteil des Personalchefs auswirken.

Bei der Kleidung geht es weniger darum, sich zu verkleiden, als mehr um das Herausstellen der eigenen Persönlichkeit. Aus diesem Grund sollten Sie sich in der Kleidung, die Sie zum Vorstellungsgespräch tragen in jedem Fall wohlfühlen. Doch zugleich sollten Sie unbedingt beachten, dass die Kleidung auch zur Branche passt, in der Sie sich vorstellen.


Aus diesem Grund ist es für gewerbliche Berufe nicht unbedingt notwendig, einen Anzug oder ein Kostüm zu tragen. In Büroberufen jedoch durchaus. Informieren Sie sich auf jeden Fall auch über die Unternehmensphilosophie und stimmen Sie Ihre Kleidung darauf entsprechend ab. Wer sich in einem Unternehmen mit langer Tradition bewirbt, sollte anders gekleidet sein, als wenn es sich um eine Firma mit jugendlichem und dynamischem Auftreten handelt.

Folgende Regeln sollten Sie bei der Kleidung und Ihren Accessoires in jedem Fall berücksichtigen:

  • Keine Piercings
  • das Make-up nicht zu auffällig, eher dezent
  • dezenter Schmuck
  • keine offensichtlichen Tattoos
  • der Ausschnitt nicht zu groß, nicht bauchfrei
  • passende Schuhe in gutem Zustand

Muster für eine Bewerbungen

Muster für Bewerbungen – Geben Sie der Bewerbung eine gute Form!

Die Bewerbung um einen Arbeitsplatz sollte eine festgelegte Form haben. Die Einheitlichkeit jeder einzelnen Bewerbung schafft Übersichtlichkeit und spart wertvolle Zeit. Die Zeugnisse sollten immer die gleiche Reihenfolge haben. Beim Lebenslauf sollten nur wichtige Daten und das aktuelle Datum aktualisiert werden. Experimentieren Sie nicht unnötig mit der Form und dem Layout Ihrer Bewerbung!

Das Anschreiben einer Bewerbung wird entsprechend der Form angelegt, die in der DIN 5008 festgeschrieben ist. Hier sind Abstand und Aufbau eines geschäftlichen Anschreibens festgelegt. Ihr Anschreiben sollte daher folgende Bestandteile besitzen:

  • Eigene Anschrift
  • Anschrift des Empfängers
  • Aktuelles Datum in der Form Ort, Datum
  • Betreff
  • Anrede
  • Brieftext
  • Schlussformel
  • Unterschrift
  • Anlagen


Sie können Ihre eigene Anschrift in die Kopfzeile eines Word-Dokumentes einfügen, somit hat dieser Bestandteil einen festen, gut strukturierten Platz. Alternativ kann die eigene Anschrift auch oberhalb der Empfängeradresse platziert werden, jedoch mit ausreichendem Abstand zu dieser Anschrift. Die Adresse des Empfängers wird in folgender Form aufgebaut:

Name des Unternehmens

Name des Ansprechpartners

Abteilung

Straße

PLZ Ort

Das Datum wird generell rechtsbündig gesetzt und hat die Form Wohnort, den XX.Monat.XXXX

Bei der Betreffzeile ist es nicht mehr notwendig, das Kürzel Betr. vor den Text zu setzen. Der Betreff wird durch die Markierung fett hervorgehoben.

Die Anrede kann zwei Formen haben:

  1. Sehr geehrte Damen und Herren
  2. Sehr geehrter Herr XY / Sehr geehrte Frau XY

Entsprechend ist dann auch die Schlussformel zu formulieren:

  • Mit freundlichen Grüßen, wenn die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ lautet
  • Mit freundlichem Gruß, wenn es sich um eine persönliche Anrede an eine Person handelt

Die Angabe, dass noch Anlagen folgen, beendet dann das Anschreiben.

Das Bewerbungsanschreiben

Die erste Hürde: das Bewerbungsanschreiben!

Das Anschreiben ist der erste Eindruck, den ein Personalchef von einem Bewerber erhält. Viele Bewerber scheitern schon an dieser Hürde. Niemand wird heute noch ein Bewerbungsschreiben handschriftlich verfassen. Neben der korrekten Form des Anschreibens mit Datum, Betreff und Anlage sind auch Orthografie und Formulierung wichtige Kriterien für die Bewerberauswahl. Ein Bewerbungsanschreiben mit Schreibfehlern und holprigen Formulierungen wird keinen guten Eindruck hinterlassen und kann dafür sorgen, dass der Bewerber schon vor dem Blick in Lebenslauf und Zeugnisse aussortiert wird. Für das Bewerbungsanschreiben können Sie sich an den gängigen Geschäftsbriefen der DIN 5008 orientieren – dieses legt alle wichtigen Regeln bezüglich Anschrift, Datum, Betreff und Nummerierung fest.


Das Bewerbungsanschreiben ersetzt nicht für den Lebenslauf. Es sollte überzeugend zum Ausdruck bringen, weshalb Sie sich um genau diesen Posten bewerben und welche Qualifikation Sie dazu befähigt, diesen Posten auszufüllen. Dabei ist es sinnvoll, in einem kurzen Satz einen Bezug zwischen Ihrer Qualifikation und dem Unternehmen herzustellen. Der Personalchef sollte anhand des Anschreibens Interesse bekommen, sich die Bewerbungsmappe genauer anzusehen und Sie näher kennenzulernen .

Formulieren Sie Ihr Anschreiben in jedem Fall positiv aber übertreiben Sie nicht. Je glaubwürdiger das Anschreiben, umso glaubwürdiger auch der Bewerber. Nehmen Sie die Chance wahr, die sich Ihnen mit einem überzeugenden Anschreiben bietet.

Diese Punkte sollten Sie in dem  Ansschreiben kurz ansprechen:

  • Warum Sie sich auf die Stelle bewerben (der Text sollte einen direkten Bezug zur Stellenanzeige haben)?
  • Welche Qualifikationen bringen Sie mit für diesen Posten?
  • Waren Sie in dieser Branche oder sogar auf diesen Posten bereits tätig?
  • Welche zusätzlichen Qualifikationen können Sie vorweisen, die für den Arbeitgeber von direktem Nutzen sind (auch hier Qualifikationen nennen, die über die Anforderungen für diesen Posten hinaus gehen, aber fachlichen Bezug haben)?
  • Warum sind Sie genau der richtige Bewerber für diese Stelle und für dieses Unternehmen?
  • Wie sieht Ihre berufliche Zukunftsplanung aus?

Vergessen Sie nicht, in dem Anschreiben zu Ihrer Bewerbung auch Werbung für sich selbst und für ihre berufliche Zukunft machen. Eine positive Grundeinstellung hilft, die richtigen Formulierungen zu finden. Ihr Wissen und Können, sind für das Unternehmen von großem Wert. Und genau davon müssen Sie den Personalchef schon im Anschreiben überzeugen.

Der Lebenslauf und die Zeugnisse untermauern dann Ihre Aussagen aus dem Anschreiben.

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